Ergotherapeutische Praxis

ZEITRAUM

Essen-Katernberg, Gelsenkirchener Straße 285

Koordinationsstörungen - Was ist los mit meinem Kind?

Kinder brauchen Bewegung und Erfahrungen, um sich angemessen zu entwickeln. Immer häufiger fehlen diese Möglichkeiten im Alltag und Kinder zeigen Schwierigkeiten darin, sich gut koordiniert zu bewegen. In der Ergotherapie gehen wir dies gezielt an und bieten alltagsnahe Unterstützung für Kinder und Eltern.

Koordinationsstörungen zeigen sich durch Bewegungsauffälligkeiten

Kinder mit Koordinationsstörungen zeigen Bewegungsauffälligkeiten und Schwierigkeiten in der Wahrnehmung. Bekannt ist dies unter verschiedenen Bezeichnungen wie Teilleistungsstörung, UEMF (Umschriebene Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen) oder Begriffen wie ungeschicktes Kind.

Einfach nur tollpatschige Kinder?

Aus der Sicht von Eltern oder Angehörigen erscheinen die Kinder zunächst einfach ungeschickt. Sie haben besondere Mühe bei:

  • Reißverschlüsse oder Knöpfe schließen, Schleifen binden
  • Umgang mit Besteck
  • ein Joghurtbecher wird, statt ihn zu öffnen, in den Händen zerdrückt
  • ausschneiden, malen und schreiben benötigen viel Zeit
  • Ball fangen und werfen
  • Radfahren - wird spät oder gar nicht erlernt
  • Schulsport oder Bewegungsspielen

motorischen Entwicklung ist verzögert

Häufig werden die Meilensteine in der motorischen Entwicklung verzögert erreicht. Werden diese nicht gefördert und aufgeholt, kann dies weitreichende Beeinträchtigungen auf Schulleistungen und die emotionale Entwicklung des Kindes haben.

Die Koordinationsfähigkeit kann jedoch durch Übungen entwickelt werden, abhängig vom Reifezustand des Nervensystems und von der Häufigkeit der Übungen. Das heißt, eine frühe Förderung kann weitere Entwicklungsverzögerungen verhindern. Und je früher ein solches Kind gefördert wird, desto leichter fällt ihm das Lernen.

Wie lange Therapiebedarf besteht, hängt vom Entwicklungsstand des Kindes ab, wie sehr dieser den Alltag des Kindes und der Familie beeinträchtigt und – von einem unterstützenden Umfeld. Durch gute Mitarbeit der Eltern kann viel erreicht werden. In der Ergotherapie erhalten Sie professionelle Anleitung und Training, um motorisches und soziales Verhalten Ihres Kindes zu fördern.

3 Ideen, wie Sie Ihr Kind frühzeitig fördern

  1. Ermöglichen Sie Bewegung durch hüpfen, rennen, balancieren, klettern, werfen, Treppen steigen, …
  2. Balancierspiele – mit ausgestreckter Hand Gegenstände balancieren, erst im Stehen, dann im Gehen. Balanciert werden kann alles, was zur Verfügung steht: Becher, Bälle, Löffel, leere Flaschen, …
  3. Spielen Sie gemeinsam Klatschspiele – bei einem lustigen Lied Hände, Arme oder Füße überkreuzen... wer schafft es, ohne sich zu verknoten?

Die schönsten Klatschspiele – Videoanleitungen:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLbN-pWQBg0zwz-KJthm_3rsRnT78w5_dx

Mit Ergotherapie die Förderung des Kindes im Alltag möglich machen

Wie sieht die Therapie bei Koordinationsstörungen aus?

In der Praxis Zeitraum...

  • beobachten wir konkrete Situationen des Alltags und im Umfeld aus Sicht des Kindes, ebenso Situationen mit Eltern und im Kindergarten oder der Schule
  • führen wir standardisierte Testverfahren und gezielte Beobachtungen durch, um den Entwicklungsstand festzustellen (M-ABC, FEW-2,)
  • erstellen wir eine individuelle Therapie und Übungsanleitungen mit Kind und Eltern
  • arbeiten wir mit folgenden Therapiekonzepten: CO-OP, Affolter, Bobath, Sensorische Integration

Gut zu wissen …

Kinder mit Koordinationsstörungen erleben ihre Welt anders, verhalten sich entsprechend und zeichnen sich durch Originalität aus. In der Ergotherapie zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Kind verstehen und im Alltag unterstützen können.

Haben Sie Fragen dazu oder sind sich unsicher, ob Ergotherapie das richtige für Ihr Kind ist? Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter!

Ergotherapie im Bereich psychischer Erkrankungen

Psychische Erkrankungen können uns in jedem Alter und in jeder Lebensphase begegnen. Die Anzeichen für eine psychische Erkrankung können sehr vielseitig sein und uns verunsichern.
Depressive Phasen, Erschöpfungszustände/Burnout, eine posttraumatische Belastungsstörung, Angst-/ Panikstörungen oder Impulskontrollstörungen können die Alltagsbewältigung beispielsweise deutlich einschränken. So haben Betroffene häufig Schwierigkeiten damit, die Tage wie gewohnt zu organisieren, ihrer Arbeit nachzukommen oder soziale Kontakte aufrechtzuerhalten.

Frau sitzt nachdenklick im Garten

Warum Ergotherapie?

Ergotherapie kann Sie dabei unterstützen, den Krankheitsverlauf zu bewältigen, neue Handlungsstrategien zu entwickeln und Sie im Umgang mit Ihrer Erkrankung im Alltag zu unterstützen .
Im Fokus der Behandlung steht hierbei immer die Stabilisierung oder (Wieder-) Herstellung von Teilhabe am sozialen Leben, der Selbstversorgung und eine erfüllende Freizeitgestaltung. Wir ermitteln gemeinsam mit Ihnen individuelle Einflussfaktoren in Ihrer persönlichen Lebenswelt, fördern Ihre Selbstwirksamkeit und unterstützen Sie auf Ihrem Genesungsweg (Recovery/ Empowerment).

Was können sie tun, wenn sie sich in einer solchen Situation befinden?

Der erste Ansprechpartner sollte Ihr Hausarzt sein, er kann mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen.
Eine Möglichkeit des Haus- oder Facharztes ist die Verordnung der psychisch – funktionellen Behandlung im Rahmen der Ergotherapie.

Hilf mir, dir selbst zu helfen!

Die moderne psychiatrische Ergotherapie ist klientenzentriert ausgerichtet. Dies bedeutet, dass Sie als Klient*in Expert*in für Ihr eigenes Leben, Ihren Körper und Ihre Seele sind. Sie selbst wissen am besten, wie Sie Ihren aktuellen Alltag gestalten, wo Sie vor Herausforderungen stehen und welche Form der Unterstützung Sie brauchen.
In einem ersten, ausführlichen Anamnesegespräch hören wir Ihnen zu und beginnen mit Ihnen gemeinsam , eine vertrauensvolle Basis herzustellen. Im weiteren Verlauf der Behandlung ergründen und formulieren wir gemeinsam Ihre Ziele und Bedürfnisse, sowie die Veränderungen in Ihrem Lebensalltag, die Sie angehen möchten. Unsere Aufgabe und Anliegen ist es, Sie bei der Umsetzung dieser Ziele zu begleiten und Sie darin zu unterstützen, eigene Lösungsstrategien für Probleme zu entwickeln.

Was kann unsere Praxis für Ihre Genesung leisten?

Uns ist es wichtig, eine für Sie ansprechende und zufriedenstellende Therapieform zu wählen. Sie werden in die Entscheidung mit einbezogen, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Ergotherapeuten und Klient zu ermöglichen. Folgende Inhalte, Methoden und Mittel können Teil der ergotherapeutischen Interventionen sein:

  • Beratung, gemeinsame Diagnostik und Zielerarbeitung
  • Lebenspraktisches Training zur Förderung der Selbstfürsorge und selbständigen Lebensführung
  • Fertigkeiten und Skills-Training zur Verbesserung der Achtsamkeit und Anpassung von Denk- und Verhaltensmustern
  • kognitive Trainingsverfahren zur Verbesserung psychischer Grundfunktionen (z.B. Ausdauer, Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Konzentration)
  • Förderung emotionaler Kompetenzen und wahrnehmungszentrierte Methoden wie z.B. SELWA und KBT
  • Anwendung verschiedener Entspannungsverfahren
  • Atemtherapie zur Förderung des Körperbewusstseins und Verbesserung der Selbstregulation
  • beschäftigungs- und arbeitsbezogene Angebote (Betätigungs- und Umfeldanalyse)
  • Kreative/handwerkliche Techniken zur Verbesserung der Selbstwahrnehmung und des Selbstverständnisses der eigenen Situation (ausdruckszentrierte Methode)
  • Stress- und Mentalcoaching

Stress- und Mentalcoaching

87 Prozent der Menschen in Deutschland sind gestresst

Jeder Zweite glaubt, von Burn-out bedroht zu sein. Sechs von zehn Befragten klagen zumindest gelegentlich über typische Burnout-Symptome wie anhaltende Erschöpfung, innere Anspannung und Rückenschmerzen. (Umfrage pronovaBKK 2018)

Wie wirken sich anhaltender Druck und Stress auf unser mentales und körperliches Befinden aus?

Schlafstörungen, Unruhe, Körperschmerzen (insbesondere an Nacken, Schulter und Rücken), Herz- Kreislauferkrankungen (Herzrhythmusprobleme und Atemprobleme), sexuelle Probleme (Unlust und Erektionsprobleme), vermehrtes Schwitzen und innere emotionale Anspannung, sind nur einige Symptome in unserer schnellen Welt.

Wieso ist Stress ein Thema in der Ergotherapie?

Weil das persönliche Stressempfinden ein großes Problem in Bezug auf Aktivitäten ist. Sind Sie beruflich leistungsfähig und zufrieden? Sind Sie psychisch so stabil, dass Sie den Alltag bewältigt können? Sind Sie körperlich so fit, um sich zufrieden im Alltag bewegen zu können? Ein NEIN auf eine der Fragen beschreibt Ihre Betätigungseinschränkung.

Wie kann ein Coaching helfen?

  • Die eigenen Stressoren ausfindig machen und verstehen lernen
  • Eigene Ressourcen aktivieren
  • Das eigene Zeit- und Prioritätenmanagement überdenken
  • Entspannung im Alltag initiieren

Langfristig kann die Weiterarbeit in einer Gruppe progressive Muskelrelaxation, autogenes Training oder Faszientraining fortgesetzt werden. Alle Angebote finden Sie in unserer Praxis.

Sprechen Sie uns jetzt an!

Orthopädie - Krankheitsbilder und Diagnosen in der Ergotherapie

Der ressourcenorientierte Ansatz in der Ergotherapie unterstützt Menschen jeden Alters mit einer angeborenen, durch Unfälle verursachten oder durch eine Erkrankung hervorgerufenen Einschränkung des menschlichen Körpers.

Sie sind durch Bewegungseinschränkungen, Schmerzen oder einer beeinträchtigen Handlungsfähigkeit in Ihrem Alltag und Ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt? Dann kann eine klientenzentrierte, ergotherapeutische Behandlung Ihnen dabei helfen, beispielsweise Haushalts-, Freizeit- oder Arbeitstätigkeiten wieder aufzunehmen.

Folgenden Krankheitsbilder und Diagnosen werden in der Ergotherapie behandelt:

  • Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis
  • CRPS (Komplexes regionales Schmerzsyndrom)
  • Traumata (z.B.: Knochenbrüche, Gelenkverletzungen, Sehnenverletzungen, Verbrennungen)
  • Degenerative Erkrankung (z.B.: Arthrose, Impingement-Syndrom, Bandscheibenvorfall)
  • Überlastungssyndrome (z.B.: Karpaltunnelsyndrom, Tendopathie, Tennisellenbogen (Epicondylitis))
  • Bewegungseinschränkungen nach Operationen (z.B. nach einer Amputation oder durch verklebtes Narbengewebe)

Nach meiner Verletzung in der Hand hatte ich täglich Schmerzen, habe mich geschont und bekam dadurch noch mehr Schmerzen. Ich habe meiner Hand nichts mehr zugetraut, fühlte mich in meiner Selbstständigkeit sehr eingeschränkt. In der Ergotherapie habe ich nach und nach wieder Zutrauen in meine Hand entwickelt, habe die Funktion der Schmerzen erkannt und mit angemessener Aktivität reagieren können.
Das Wichtigste für mich aber war, Lösungsmöglichkeiten für den Alltag durch Hilfsmittel zu bekommen und mit den Schmerzen durch die Übungen aus der Handtherapie   Zuhause besser umgehen zu können.

Fotomontage eines Unterarms mit sichtbaren Knochen

Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Alltag trotz Einschränkungen selbstständig zu bewältigen

Sie selbst sind Experte für Ihren Körper und wissen, was Ihnen gut tut. Wir Ergotherapeuten begleiten und coachen Sie dabei, Übungen auch Zuhause selbstständig durchzuführen.

  • Wann kann eine ergotherapeutische Behandlung begonnen werden?
    Traumatologisch-postoperativ: Sobald sich die betroffenen Strukturen, beispielsweise nach einer Operation, in Heilung befinden, beziehungsweise die betroffenen Strukturen bewegungsstabil / übungsstabil sind, kann die Therapie beginnen. Sie sind sich unsicher? Rufen Sie gerne in der Praxis an und fragen nach!
  • Wie kann eine Behandlung aussehen?
    Anhand einer ausführlichen Befunderhebung werden alle Faktoren besprochen, welche Sie aktuell in Ihrer Handlungsfähigkeit einschränken. Gemeinsam werden lösungs- und betätigungsorientierte Ansätze besprochen, welche zu Ihnen als Person, aber auch in Ihren Alltag zur Förderung der Selbstständigkeit passen.
  • Beginnen Sie so früh wie möglich!
    Die frisch verheilten und genesenen Wunden, beziehungsweise Körperstrukturen, benötigen gleich am Anfang die meiste Unterstützung, um wieder zu ihrer Leistungsfähigkeit zurück zu gelangen. Bereits kleine Bewegungsübungen unterstützen die Regeneration, auch wenn Sie z.B. noch einen Verband/Gips oder eine Schiene tragen.
  • Erhalten Sie Übungen für Zuhause?
    Die in der Behandlung angewandten Bewegungsübungen und Anwendungen zur Narbenbehandlung werden Ihnen durch uns so gezeigt, dass Sie diese auch selbstständig Zuhause durchführen können. So kann das Maß an Therapieübungen verdoppelt werden, was entscheidend für Ihren Genesungsprozess ist.