Ergotherapeutische Praxis

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Essen-Katernberg, Gelsenkirchener Straße 285

Homeschooling ganz entspannt in Coronazeiten

Homeschooling ganz entspannt? Wie soll das denn funktionieren? – denken Sie vielleicht gerade. Das eine Kind verweigert die Aufgaben, das andere bleibt keine 10 Minuten ruhig am Tisch sitzen und das dritte Kind ärgert die beiden anderen ständig.

10 Tipps für ein funktionierendes Homeschooling

Kleines Mädchen vor einem Laptop mit zufriedener Mine

Der Unterricht Zuhause fordert momentan alle Eltern in Deutschland heraus. Neben dem Elternsein spielen Sie jetzt auch noch die Lehrer*innen eine Rolle im Leben Ihres Kindes.

Gar nicht so leicht, diese beiden Rollen miteinander zu kombinieren. Unsere Ergotherapeutinnen haben für Sie 10 Tipps zusammengestellt, wie mehr Ruhe und Gelassenheit in das Homeschooling einkehrt. Einfach ausgedrückt - Verweigerung kann verhindert werden.

  1. Gleichbleibende Strukturen

    Strukturen geben Ihrem Kind Sicherheit und Orientierung im Alltag. Erarbeiten Sie gemeinsam mit dem Kind einen Wochenplan mit Uhrzeiten für bestimmte Aktivitäten. Darin auftauchen sollten definitiv feste Zeiten fürs Lernen, Essen, Spielen, Rausgehen und Aufstehen sowie Schlafengehen. Hängen Sie den Plan sichtbar für alle auf, sodass Ihr Kind immer weiß, was ansteht. 

    Kennen Sie unseren Strukturplaner? Hier geht es weiter zum Beitrag: Tagesstrukturen im Homeschooling (inkl. Download als PDF)

  2. Richtigen Lernort wählen

    Wo hat Ihr Kind Ruhe und fühlt sich wohl beim Lernen? Wählen Sie einen reizarmen Ort aus, an dem das Kind gut arbeiten kann. Schalten Sie Fernseher und Radio auf jeden Fall aus.

  3. Rituale

    Ein kleines spielerisches Ritual zu Beginn der Lernzeit kann wahre Wunder bewirken. Verbinden Sie das Lernen mit einem kleinen Würfel- oder Klatschspiel zu Beginn, sodass Ihr Kind das Lernen mit etwas Positivem verbindet.

  4. Aufgabenpäckchen bilden

    Besprechen Sie mit dem Kind zu Beginn der Lernzeit, wie viele Blätter es bis zu einer ersten kleinen Pause erledigen möchte. So fühlt sich Ihr Kind mit einbezogen. Wenn es mit einem Päckchen fertig ist gibt es eine kleine Pause. Das Erreichen von kleinen Zwischenzielen schafft Erfolgserlebnisse, die motivieren.

  5. Bewegungspausen machen

    Bieten Sie Ihrem Kind nach spätestens 20 Minuten eine Bewegungspause an. Lassen Sie es z.B. um den Tisch laufen oder hüpfen. Basteln Sie ein Glas mit Bewegungsideen drin, so kann Ihr Kind immer eines ziehen.

  6. Kleine Belohnungen integrieren

    Wir reden hier nicht von Geschenken mit hohem Wert. Geben Sie Ihrem Kind für jedes geschaffte Aufgabenpäckchen einen Punkt. Hat das Kind z.B. 5 Punkte gesammelt, backen Sie zusammen einen Kuchen oder machen ein Picknick im Wohnzimmer.

  7. Die Aufgaben müssen nicht perfekt sein!

    Merken Sie sich diesen Satz. Ihr Kind darf Fehler machen. Diese macht es in der Schule auch. Die Aufgaben, die Sie abgeben, müssen nicht perfekt sein.

  8. Lernen im Alltag

    Ihr Kind lernt nicht nur von den Arbeitsblättern. Backen Sie gemeinsam einen Kuchen, messen Sie einen Raum aus oder beschriften die Dosen in der Küche neu. Hierbei lernt Ihr Kind Mengen, Zahlen, Buchstaben, Schreiben …

  9. Medien-Zeit reduzieren

    Was soll ich denn mit den Kindern machen? Wir verstehen gut, dass die Zeit vor dem Fernseher Ruhe für Sie bedeutet. Jedoch sinkt die Konzentration Ihres Kindes deutlich, wenn es sich viel mit Handy, Tablet, Fernseher und co beschäftigt. Reduzieren Sie die Bildschirmzeit Ihres Kindes auf ca. 30 Minuten pro Tag.

  10. Seien Sie nach wie vor eine liebevolle Beziehungsperson

    Neben der Lehrer: innen-Rolle vergisst man ab und an, dass man ja auch Mutter/Vater ist. Und genau das ist ihr Hauptjob. Fördern Sie die Beziehung zu Ihrem Kind mit gemeinsamen Aktivitäten – Radfahren, Fußballspielen im Park, ein Waldspaziergang oder einfach nur ein Spiel zu Hause.

Sie wollen mehr über unsere Arbeit mit Kindern und Familien erfahren? Schauen Sie mal hier ...

https://www.zeitraum-therapie.de/paediatrie