- Wer bist du? Wie sieht deine Arbeit aus?
- Meine Wurzeln sind im Ruhrgebiet und auf Sizilien. Beide Kulturen trage ich im Herzen. Und laut meinen Kolleg: innen gestikuliere ich auch gerne mal mit Händen und Füßen. Authentisch und ehrlich, spontan und experimentierfreudig, humorvoll und gemeinschaftlich– so mag ich meine Arbeit. Es gibt nie den einen Weg oder die eine Lösung. Ich begleite jede Familie auf ihrem persönlichen Weg. Mit welchen Wünschen, Fragen und Sorgen kommen Ihr Kind und Sie zu mir? Was ist Ihnen wichtig? Die Schnürsenkel binden? Sich trauen im Unterricht nach Hilfe zu fragen? Hausaufgaben nicht mehr vergessen? Den Ball fangen und werfen? Fahrrad fahren? Freunde finden? Gemeinsam als Familie ins Kino gehen?
Das alles sind Beispiele von Zielen von Familien aus meinen letzten Jahren.
Dabei ist mir wichtig, das Selbstvertrauen des Kindes in die eigenen Fähigkeiten zu stärken. Und – Therapie darf Spaß machen! Mit Spaß trauen wir uns Neues auszuprobieren. Fehler sind ausdrücklich erwünscht. Sie helfen uns zu lernen.
- Was oder wen berührst du regelmäßig?
- Ich berühre die Natur unheimlich gerne. Barfuß über die Wiese gehen, mit meinen Händen in der Erde graben und unter Wasser tauchen.
Meine Herzensmenschen nehme ich gerne in den Arm.
Sowohl im Privatleben als auch in der Therapie ist mir ein achtsames Berühren und Bewegen wichtig. Wo braucht es Berührung, wo sind Freiraum und Grenzen wichtig?
Eltern lade ich ein, selbst Erfahrungen zu machen und nachzuspüren, wie sich etwas am eigenen Körper anfühlt.
- Was berührt dich?
- Am stärksten berührt mich, meinen Sohn anzuschauen. Zu sehen, wenn er lacht und die Welt erkundet.
Menschlichkeit und Miteinander berühren mich auch sehr.
Und immer wieder, die Kraft der Natur.
- Was lässt sich unberührt?
- Nichts. Ich entscheide mich aber dafür, einige Dinge kurz wahrzunehmen und dann bewusst weiter ziehen zu lassen.