Wer bist du? Wie sieht deine Arbeit aus?
Ich bin Julia, bin im schönen Rheinland geboren und lebe nun seit einigen Jahren im „Pott“. Meinen Ersten Kontakt zur Ergotherapie hatte ich bereits als meine kleine Schwester die Diagnose ADHS erhielt. Schon da interessierte mich, was in der Ergotherapie gemacht wird, da meine Schwester mir immer fleißig davon erzählte. Nach einem Praktikum in der 10. Klasse war für mich dann schnell klar, dass das der Beruf ist, den ich erlernen möchte.

An meiner Arbeit liebe ich, dass sie so vielseitig ist und einen wirklichen Unterschied macht. Mit den Familien Hand in Hand zu arbeiten und zu beobachten, wie die Kinder ihre Ziele erreichen, macht mir einen unglaublichen Spaß und motiviert mich sehr. Besonders wichtig ist mir dabei die Begegnung auf Augenhöhe. Jede Familie hat eine andere Lebensrealität, andere Bedürfnisse, eine andere Geschichte. Das zu berücksichtigen empfinde ich als sehr wichtig und für die Therapie bereichernd.
Was oder wen berührst du regelmäßig?
Sehr gerne berühre ich natürlich meine Liebsten. Was ich in der Regel auch täglich berühre, sind die Seiten eines guten Buches. So kann ich nach der Arbeit gut abschalten.
Was berührt dich?
Mich berühren viele Dinge, aber vor allem Geschichten. Zu sehen, wie meine Großeltern glücklich miteinander alt werden. Mitzubekommen, wie meine beste Freundin ihrer Leidenschaft nachgeht. Und auch zu erleben, wie Kinder hier in der Praxis an Selbstvertrauen gewinnen und Dinge lernen, von denen sie dachten, sie könnten sie nicht lernen.
Was lässt dich unberührt?
Manches lasse ich bewusst nicht so nach an mich ran. Aber so richtig unberührt lässt mich glaube ich nichts.