Behandlungskonzepte

Methoden und Modelle, welche wir anwenden, sind:

  • Affolter
    Das Affolter-Modell kommt bei Menschen zur Anwendung, die aufgrund von Schädigungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) unter Wahrnehmungsstörungen leiden. Im Zentrum steht hier das so genannte „therapeutische Führen“, bei dem der Körper des Betroffenen in alltäglichen Bewegungen vom Therapeuten geführt wird.
  • Atemtherapie
    Ausgehend davon, dass von allen Körperfunktionen des Menschen der Atem am intensivsten mit allen anderen Ebenen des Menschen verknüpft ist, verändert jeder kleine Reiz, von außen oder innen kommend, die Art und Weise zu atmen. Mit der Arbeit am Atem kann so auch jede Ebene des Menschen erreicht und harmonisiert werden.
  • Attentioner
    Training für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen. Attentioner verzahnt neuropsychologische und verhaltenstherapeutische Therapieelemente mit dem Ziel, die Aufmerksamkeitsleistungen von 7- bis 14-jährigen Kindern wirksam zu verbessern.
  • Bobath
    Das Bobath-Konzept basiert auf neurophysiologischen und entwicklungsneurologischen Grundlagen und orientiert sich an den Ressourcen des Patienten. Es beruht auf der Annahme der „Umorganisationsfähigkeit“ (Plastizität) des Gehirns, das heißt, dass gesunde Hirnregionen die zuvor von den erkrankten Regionen ausgeführten Aufgaben neu lernen und übernehmen können. Eingesetzt wird das Bobath-Konzept in der Behandlung von Säuglingen, Kindern und Erwachsenen mit zerebralen Bewegungsstörungen, sensomotorischen Störungen und neuromuskulären Erkrankungen.
  • EST (Ergotherapeutisches Sozialkompetenztraining)
    Beeinträchtigungen in der visuellen, auditiven oder körperlichen Wahrnehmung können Verhaltensauffälligkeiten im täglichen Miteinander nach sich ziehen und sich bei sozialen Betätigungen problematisch äußern. Auf der Grundlage von verhaltensstrukturierenden Maßnahmen sowie unter Einbezug des familiären Umfelds und intensiver Elternarbeit werden folgende Ziele angestrebt: Entwicklung von Empathie, Steigerung der Eigen- und Fremdtoleranz, angemessener Umgang mit Misserfolg/Fehlern und Verbesserung der Handlungssteuerung. Das Training eignet sich für Grundschulkinder, ist jedoch auch für höhere Jahrgänge adaptierbar.
  • Konzentrative Bewegungstherapie
    Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ist eine körperorientierte Methode. Hier werden Wahrnehmung und Bewegung als Grundlage des Handelns, Fühlens und Denkens genutzt. Im konzentrativen Sich-Bewegen, Sich-Wahrnehmen werden Erinnerungen reaktiviert, die im Laufe des Lebens ihren Körperausdruck in Haltung und Verhalten gefunden haben.
  • Lerntherapeutische Förderung
    Förderung für Kinder mit Lern- und Leistungsstörungen (LLS). Die Vielfalt der Vorgehensweisen orientiert sich an den Lernvoraussetzungen des Kindes, seinen Bedürfnissen, Schwierigkeiten und Stärken sowie an den gesetzten Zielen.
  • Marburger Konzentrationstraining
    Das Marburger Konzentrationstraining (MKT) ist ein auf Selbstinstruktion basierendes, kognitiv-verhaltenstherapeutisches Training für Vorschul- und Schulkinder im Alter von fünf bis etwa zwölf Jahren.
  • Narbenbehandlung
    Ziel dieser Behandlung ist es, die Umwandlung des Narbengewebes nach chirurgischen Eingriffen zu unterstützen. Durch Massagen, sowie Mobilisation, Desensibilisierung und Dehnung, sollen Bewegungseinschränkungen auf Grund von Verklebungen mit dem darunterliegenden Gewebe vorgebeugt und das Narbengewebe geschmeidiger werden.
  • Neuropsychologisches Training/Hirnleistungstraining HLT
    Diese Therapieform beinhaltet Maßnahmen zur Verbesserung von höheren kognitiven Funktionen wie z.B. Merkfähigkeit, Orientierung, Handlungsplanung oder Konzentration. Das Ziel dieses Trainings ist die Verbesserung der eigenständigen Lebensführung und die Erlangung von Grundarbeitsfähigkeiten nach krankheitsbedingten Störungen.
  • SELWA
    Selbststeuerung durch wahrnehmungsbasierte Methoden. Das Konzept verknüpft das Ausführen konkreter Betätigungen als „klassisches“ Mittel der Ergotherapie mit der besonderen Art eines „tätigkeitsbezogenen Wahrnehmungstrainings“. Dieses Wahrnehmungstraining basiert auf Erkenntnissen der Sensorischen Integrationstherapie nach Jean Ayres und der Achtsamkeitslehre des Buddhismus. Durch die spezifische Auswahl bestimmter Elemente und eine entsprechende Anleitung lernt der Klient, sich selbst strukturiert und detailliert in seiner persönlichen Lebenswelt wahrzunehmen sowie sich (wieder) selbst zu steuern und seinen Alltag zu meistern.
  • Sensorische Integrationstherapie
    Ziel der Therapie ist die Verbesserung der sensorischen Integration (das Zusammenspiel unterschiedlicher Sinnesqualitäten und -systeme). Mittel sind die gezielte Reizsetzung bzw. das gezielte Reizangebot in Spiel, Bewegung und alltagsnahen Tätigkeiten. https://www.youtube.com/watch?v=Bv-Vv9Alidw
  • Spiegeltherapie
    Die Spiegeltherapie beruht auf dem Prinzip der Neuroimagination. Die Beobachtung des eigenen Körperteils im Spiegel, kann das Gehirn in den betroffenen Bereichen dazu stimulieren, dass verlorene Fähigkeiten wieder angebahnt werden. Sie wird angewendet, um eine Verbesserung der motorischen Funktionen und des Körperschemas zu erreichen (z.B. nach Schlaganfall), sowie zur Steigerung der Sensibilität oder zur Schmerzreduktion (z.B. bei CRPS oder Phantomschmerzen). http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/videos/die-gummihand-illusion-100.html
  • THOP
    THOP ist ein Therapieprogramm (entwickelt von Prof. Dr. Manfred Döpfner) für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten. Es ermöglicht eine individuelle Therapie, die an den Verhaltensproblemen des Kindes in der Familie, im Kindergarten und in der Schule ausgerichtet ist. Die dem Programm zugrunde liegende Behandlungsbausteine können individuell nach den Bedürfnissen und Störungsschwerpunkten des Kindes und seinem sozialen Umfeld zusammengestellt werden. Mit Hilfe familienzentrierter Interventionen erlernen Eltern pädagogische Verhaltensweisen zur Verminderung von impulsivem und oppositionellem Verhalten ihres Kindes.

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